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17. September 2020

Itchenor – Heathrow – Zürich-Kloten

Tja, der “Covid-2020”-Törn ist beendet und Markus und ich kamen gut zu Hause an. Nun müssen wir – da wir zuvor in der Normandie waren – in Quarantäne, aber auch das sollten wir wohl überstehen. Die Zeit an der «Quarantäne-Boje» bei Itchenor haben wir gut überstanden und Markus bereitete uns noch eine leckere «Henkersmahlzeit» aus den übriggebliebenen Essensvorräten zu.

Wie gerne wäre ich noch in den Pub von Itchenor gegangen, aber uns war es untersagt von Bord zu gehen. So what….

Einfach zu schade dieses wunderschöne Revier zu verlassen :-((

Wichtig war doch, dass es mit dem Wassertaxi (keine 10 Meter zum Steg (!), dem Landtaxi nach Heathrow und mit dem Flug problemlos funktioniert hat.

Letzer Blick auf Itchenor, dem Solent und Isle of Wight
Über der Heimat
Abschied im Flughafen Kloten nach einem erlebnisreichen und schönen Törn

Ja, mein Törnplan 2020 hat ganz anders aus-, und hatte mehr Ziele vorgesehen. Dennoch bin ich froh, dass ich in doch knapp zwei Monaten viele schöne und interessante Orte mit meinem Schatz Elisabeth und meinen Freunden besuchen durfte, denn ich war mir anfangs Juli noch nicht einmal sicher, ob ich 2020 das Deck meiner «Mea Requies» jemals betreten kann. Aus knapp 4 Monaten wurden nun nur zwei Monate, aber sie waren schön und erlebnisreich, nur das zählt. Und nächstes Jahr? Ja, was ist dann? Die Hoffnung stirbt zuletzt…. Auf jeden Fall möchte ich an dieser Stelle nochmals meinem Schatz Elisabeth und meinen mitsegelnden Freunden für unsere tolle Zeit danken und hoffe aufs 2021 mit neuen tollen Abenteuern. Der Törnplan 2012 folgt noch dieses Jahr 😉

Tja, das war’s dann wohl.

Törn 2020

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15./16. September 2020

Odysee, oder die Irrfahrten der Mea Requies: St. Vaast la Hougue – 49°N 55,5’N, 001° 07,5’W – 49° 44,5’N, 0° 53,2‘W – Itchenor

Um 07:00 legten wir voller Vorfreude in St. Vaast ab und motorten Richtung Norden. Der schöne Sonnenaufgang versprach einen schönen Tag zu werden, dachten wir…

Bald kam Wind auf und es lief unter Segel fantastisch, einfach super.

Ein strahlender Steuermann, noch……

Tja, super, bis ich folgende e-mail der Southerly-Werft erhielt:

Hi Arnold

You will still have to self-isolate for 14 days, you can not do this on the Northshore Jetty, as it is a working Jetty. You will need to go to Cowes for the 14 days.

Best Wishes

Nigel

Die Bord-Stimmung fiel zuunterst in den Keller, bzw. nautisch gesprochen, in die Bilge. Immerhin hatten wir Glück im Unglück, dass uns diese e-mail noch erreichte (da wir schon weit weg vom Land waren) und nur wenige Minuten später keine Kommunikation mehr möglich war. Nicht auszudenken, wenn wir diese e-mail erst vor der englischen Küste erhalten hätten und gezwungen gewesen wären, den ganzen Weg wieder nach Frankreich zurück zu fahren. Es blieb uns nichts anderes übrig als umzukehren und den Kurs Richtung Frankreich einzuschlagen. Frust pur! Auf der Position 49° 44,5’N, 0° 53,2‘ W erreichte uns eine neue Nachricht:

Hi Arnold

I have found a way round this problem, If you come over to Chichester Harbour as if you are coming to Northshore, I can arrange a Swing Mooring in the Harbour where you can Isolate for the two days, But you can not get off the boat until your transport is at Itchenor to run you to the airport on Thursday the 17th of September. I will give you the location of the mooring later today. We can pick up Mea Requires from the mooring, 72 hrs after you have left the boat. We will keep an eye on her, when you are not on board. If you can get back to me ASAP.

Best Wishes

Nigel  

Fernab vom Land waren wir jeweils nur ganz kurz online. Ein Kontakt zu Nigel war nicht möglich. Was tun? Wir gingen davon aus, dass er seriös abgeklärt hat, und nahmen wieder Kurs Richtung England auf. Es wurde ein langer Tag und eine lange Nacht. Die Querung des Kanals erforderte bei dem vorherrschenden Schiffsverkehr einiges von uns ab, war doch trotz AIS und Radar dauernd Ausschau zu halten.

Da war doch einiges los. links oben die Isle of Wight
Sonnenuntergang auf hoher See

Die Einfahrt bei dunkler Nacht in den engen Eingang nach Chichester verlangte nochmals einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit.

So entschied ich mich um 03:10 bei West-Wittering den Anker zu werfen und erst bei Tagesanbruch die zugewiesene Boje aufzusuchen. Bei Dunkelheit in die enge Gasse von unzähligen Yachten, die an Bojen liegen, unsere zugewiesene Boje aufzusuchen war mir zu riskant. Was wir alsdann um 07:35 nach einem verdienten, aber kurzen Nickerchen auch taten.

Fahrt zu unserer „Quarantäne-Boje“

Die Boje fanden wir gut, aber bald kam Nigel und teilte uns mit, dass wir zu einer anderen Boje näher bei der Werft fahren müssen. Na, wenn es nur das ist. Dann galt es zu Packen und mehrere Arbeiten zu erledigen, damit die Werft in den nächsten Tagen das Schiff auswassern kann. Für den 17. haben wir bei der BA einen Flug nach Zürich organisiert und hoffen, dass es mit dem Wassertaxi (um uns auf der Mea Requies abzuholen), dem Taxi zum Flughafen und dem Flug alles klappt. Ja, gegenüber dem letztjährigen Törn habe ich wiederum einiges erlebt, aber auf gewisse Erlebnisse mit dem Covid könnte ich sehr gut verzichten. Auf jeden Fall möchte ich an dieser Stelle nochmals Elisabeth und meinen Mitsegler danken, mit denen ich sehr schöne Tage erleben durfte. Auch meinem letzten Mitsegler Markus, der in den letzten beiden Tagen, ohne zu murren mitgemacht, und das Beste daraus gemacht hat. Vielleicht klassifizieren sie uns in Kloten als Hochleistungssportler, dann müssen wir (nachdem wir vor England in Frankreich waren) nicht in die Quarantäne. Verdient hätten wir es ja…..

Uns so sah unsere Irrfahrt aus:

Unsere Irrfahrt; Kurs England, dann Le Havre, dann wieder England
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14. September 2020

St. Vaast la Hougue

Angesichts des hübschen Städtchens und einem geplanten Ausflug auf die Insel Île Tatihou beschlossen wir heute nicht weiter zu segeln. Zudem wollte ich stets online sein, um die Möglichkeit zu checken, ob eine Einreise nach England ohne Quarantäne doch noch möglich wäre. Wir genossen die Fahrt mit dem speziellen Schiff, zuerst über Land, dann über Wasser und dann wieder über Land.

Auf der Insel angekommen, besuchten wir zuerst den botanischen Garten und danach das nautische Museum.

Der Eigner liess den Kopf seiner Frau nachschnitzen, muss eine hübsche gewesen zu sein 😉

Von dessen Grösse waren wir angenehm überrascht und genossen es in vollen Zügen

Nach einer weiteren Inselerkundung begaben wir uns wieder zum Landeplatz der Fähre. Wir hielten nach ihr Ausschau, aber konnten sie auf dem Wasser nirgendwo sehen. Ja, wo ist sie denn nur?

Im Hintergrund St. Vaast

Doch plötzlich entdeckten wir sie, wie sie zwischen Austernbänken auf dem trockengefallenen Land angefahren kam.

Auf diesem Weg fuhren wir alsdann wieder zurück nach St. Vaast. Das war doch eine sehr spezielle Fahrt 😊

Vorbei an Austernzuchten
Nun wieder ein Schiff….
Und nach über 13’000 schritten haben wir das doch verdient 😉

Doch dann, um 15:43 kam folgende Nachricht von der Southerly-Werft:

Good Afternoon Arnold

Sorry we cannot allow boats from France to use our jetty until the vessel and crew have been in 14 day isolate. We have the Border Force, patrolling Chichester Harbour checking boats every day. The yard will be in trouble if we allow this to happen.

Border Force are checking the AIS for boat movements.

Best Wishes

Nigel

Tja, unsere Hoffnung nach England zu fahren verflog vollends! ☹

Doch dann am Abend erhielten wir von der Facebook-Gruppe der Southerly Owner Association folgende Nachricht:

Tim Williams:

Hi Arnold, I don’t see any problem with what you are proposing. If you stay onboard in Itchenor and then go straight to the airport that doesn’t break the rules. You should also complete this form:

https://www.gov.uk/provide-journey-contact-details-before-travel-uk

Nach dieser Kehrtwendung füllten wir nach dem Restaurant-Essen voller Zuversicht die Formulare aus und druckten sie alsdann aus. Nun hoffen wir, dass Tim Recht hat und wir keine Probleme bekommen, wenn wir morgen den Kanal überqueren und voraussichtlich nachts in Itchenor ankommen. Das Tor in St. Vaast la Hougue öffnet erst kurz vor 07:00 und nach Itchenor sind es immerhin ca. 80 Seemeilen, also ca. 16 Stunden. Wir hoffen sehr, dass uns dann die Border Force nicht nach Frankreich zurück schickt.

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13. September 2020

Grandcamp-Maisy – St. Vaast la Hougue

Gestern schalteten wir einen gemütlichen Tag ein und erkundeten Grandcamp mit einem darauffolgenden gemütlichen Nachtessen mit Sicht auf die See.

Markus genoss das erste Mal in seinem Leben eine ganze Portion Moules, sie schmeckten ihm vorzüglich. Heute liefen wir bereits um 06:00 bei Dunkelheit aus, und erlebten dann auf See eine gemütliche Fahrt (ohne Wind, unter Maschine) mit einem prächtigen Sonnenaufgang.

Die Zeit reichte uns in den Hafen von St. Vaast einzulaufen, bevor das Hafentor schloss.

St. Vaast ist ein ganz entzückender Ort den wir zu Fuss erkundeten.

Fischer beim Entladen

Wir beschlossen einen weiteren Tag hier zu bleiben und mit einem speziellen Land-Boot die Ile de Tatihou zu erkunden.

Damit kommt man doch überall hin ;-))

Was uns jedoch sehr beschäftigt ist, können wir am Dienstag nach England zur Southerly-Werft fahren und danach in die Schweiz fliegen? Ich habe gestern Nacht dem englischen Government gemailt und gefragt ob da eine Möglichkeit besteht. Den Flug mit BA hätten wir bereits gebucht….. Wir hoffen sehr am Montag eine Antwort zu erhalten. Wenn sie negativ ist, müssen wir wohl einen Winterplatz in Frankreich suchen. Also sind wir doch mal optimistisch…..

Unsere heutige Route
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11. September 2020

Grandcamp-Maisy

Da ist kein Durchkommen, das Hafentor ist geschlossen damit der Hafen nicht leerläuft.
Das war gestern doch eine enge Einfahrt…

Heute legten wir etwa 18 Seemeilen zurück, aber nicht auf hoher See, sondern mit den Bordvelos. Das sind über 33 Kilometer (!). Unser Heck spürten wir noch lange…

Unterwegs

Wir besuchten zwei D-Day-Museen. Verrückt, zu was die Menschheit allem fähig war, im positiven, aber vor allem auch im negativen Sinn. Hier ein paar Eindrücke:

1. Museum
Unterwegs, überall Denkmäler
Museum Nr. 2
Schon 1944 gab es Computer….
Frau Foley, meine gefällt mir viiiiel besser

Es gäbe noch viele Bilder, aber ich stelle lieber Bilder vom Segeln in den Blog…

Markus wollte einfach nicht mit diesem Drahtesel fahren…
Unser Rückweg: 8,9 Seemeilen

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10. September 2020

Barfleur – Grandcamp-Maisy

Bevor wir ausliefen, begaben wir uns nochmals auf einen Landgang.

Weit unten, ……
… da war Leitersteigen angesagt—

Als wir den Hafen von Barfleur verliessen pfiff und winkte uns ein Paar zu. Begleitet waren sie von einem Hund. Wir fragten uns, wer das wohl sein könnte, nahmen aber an, dass es Schweizer waren. Unterwegs kam eine WhatsApp mit den folgenden Bildern der Mea Requies.

Später sogar noch ein Film. Wir hatten eine Riesenfreude. Gesendet haben sie Tania und Dani, die wir beim Nachtessen in Carteret kennen gelernt haben. Ich versprach ihnen dort eine gute Flasche Wein, wenn sie mir Fotos der Mea Requies auf See zusenden können. Das werde ich, wenn sie mich in die Schweiz zurücklassen, gewiss einlösen. Schade haben wir uns im Hafen nicht mehr gesehen. Wir verpassten uns nur um ein paar Minuten. Nach dem Auslaufen aus dem Hafen durften wir wieder eine wunderbare Segeletappe geniessen.

Nach den Fotos von Tania und Dani ein weiteres Highlight: Ich entdeckte, wie ich den Autopiloten nach Wegpunkten steuern kann. Laut Werft sei dies mit der älteren Generation meines Autopiloten nicht möglich….. Einmal mehr strichen wir erst kurz vor dem Hafen die Segel. Der Schnitt Segeln-Motoren verbessert sich laufend. Die Einfahrt nach Grandcamp ist sehr eng, aber wir schafften es.

Ein glücklicher Segler
Ein glücklicher Frischgeduschter

Markus kochte ein genüssliches Nachtessen mit Salat als Vorspeise 😊

Ein glücklicher Smutje …
… und Geniesser
Links im Bild die Mea Requies sicher vertäut
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9. September 2020

Cherbourg – Barfleur

Nach einer Einkaufstour in Cherbourg verliessen wir nach 11:00 den Hafen und setzten bereits im Aussenhafen die Segel.

Adieu Cherbourg

Im Vorhafen sichteten wir ein paar Delphine, aber leider verabschiedeten sich zu schnell, um sie noch zu fotografieren. Der Gezeitenstrom bescherte uns wiederum eine rassige Fahrt.

Pointe Barfleur

Meine Gezeitenberechnungen gingen einmal mehr auf 😊 Nördlich vom Cap de Pointe Barfleur wurden wir per Funk vom SAR aufgerufen. Sie stellten intensive Spiegelungen, wie bei einem Seenotfall fest, und meinten zuerst wir würden mit einem Spiegel einen Notfall signalisieren. Offenbar spiegelten unsere Fenster dem Seegang wegen die Sonne Richtung Land sehr intensiv. Nach dessen Klärung bat der SAR uns Umschau nach einem Seenotfall zu halten, doch wir konnten nichts feststellen. Kurz vor dem Hafen Barfleur strichen wir die Segel und genossen die Einfahrt in diesen malerischen Fischereihafen.

Barfleur, wir kommen
Unsere heutige Route
und die Suche nach einem Anlegeplatz
den wir zwischen zwei Fischerbooten fanden

Mit sehr langen Leinen machten wir an der Mole fest – damit das Schiff, wenn das Wasser sinkt – nicht an der Mole hängt.

Barfleur soll eines der schönsten Orte von Frankreich sein, dennoch hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen…., aber doch interessant, letztes Jahr war ich in Lyme Regis, wer erinnert sich?

Hier ein paar Impressionen von Barfleur:

Das muss ein Segler sein….

Nach 21:00 Uhr sassen wir dann fest auf dem Hafenboden, aber das wussten wir zum Voraus 😉

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8. September 2020

Omonville – Cherbourg

Es war ein kurzer Schlag von Omonville nach Cherbourg. Für die 10,6 Seemeilen benötigten wir gerade 1 Stunde und 50 Minuten (inkl. Segel bergen und Anlegen). Unter Segel fuhren wir von der Boje los und bargen die Segel erst kurz vor dem Innenhafen. Einfach so wie es sein sollte…

Voraus der Riesen-Vorhafen von Cherbourg
Vor dem Innenhafen strichen wir die Segel
Track aus MarineTraffic
Die Fahrtunter Segel in den grossen Hafen von Cherbourg

Cherbourg verfügt über einen grossen Yachthafen, der Yachten aus aller Welt beherbergt. Die weit entfernteste ist sogar von Sydney. Nach einem Stadtrundgang fanden wir in einem gemütlichen Restaurant einen Aussensitzplatz und feinen Fisch.

Tja, wie geht der Segeltörn 2020 weiter? Sicher nicht so, wie ursprünglich geplant und sicher ist, dass Markus am 20. September von Le Havre nach Hause reist. Ich bin mir noch immer nicht sicher, soll ich einen Trockenplatz bei einer Werft in Le Havre suchen, oder nach Itchenor in England zur Southerly-Werft rüber segeln? Das wären rund 93 Seemeilen über den englischen Kanal. Also rund 20 Stunden und das allein. Wenn der Wind aus der richtigen Richtung weht, könnten es ein paar Stunden weniger sein. Dennoch doch eine ziemliche Herausforderung. Gemäss diversen Aussagen von Engländern – mit denen ich gemailt, oder gesprochen habe – sollte es trotz Quarantäne in England kein Problem sein, wenn ich dann direkt vom Schiff mit einem Taxi nach Gatwick zum Flughafen fahre. Dennoch bin ich mir immer noch unsicher was ich tun soll. Wie sind die Chancen für nächstes Jahr wieder auf die Mea Requies zu kommen? Sind sie in Frankreich, oder in England grösser? Niemand weiss das, oder doch? …..

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7. September 2020

Carteret – Omonville

Gegen 09:00 öffnete das Hafentor und wir konnten nach den ungeduldigen und vordrängelnden Hobby-Fischerbooten ausfahren.

Das war doch gestern Abend (fast) kein Wasser

Ich wage es fast nicht mehr zu schreiben; die See war flach und wir waren einmal mehr auf den Dieselwind angewiesen. Doch der Gezeitenstrom unterstützte unsere Maschine, womit wir auf 10 Knoten Fahrt über Grund kamen.

Alderney, die Unerreichbare Insel……

Doch gegen 12:00 kam doch noch etwas mehr Wind (knapp 3 Beaufort) auf und wir erreichten meinen absoluten Geschwindigkeitsrekord auf einer Segelyacht mit 14,6 Knoten, 11,8 Knoten Wind, also schneller als der Wind (!).

Rekord, da jubelt das Seglerherz
Das müssen wir sein. Aufgenommen auf einer Küstenwanderung von Tania und Dani, die wir am Vorabend im Restaurant kennen lernten. Ein besseres Bild soll noch kommen. Jetzt schon Danke ;-))
Wie in einem Kochtopf….

Das Alderny-Race westlich vom Cap de la Hague ist für seine starken Gezeitenströme bekannt, und wir profitierten voll davon. Die Küste mit einem AKW und der Wiederaufbereitungsanlage war hingegen nicht besonders attraktiv…..

Die Seezeichen rasten nur so vorbei…..

Dafür unser Zielhafen „Omonville“, ein ganz hübsches kleines Örtchen in dessen Hafen wir als einzige Segelyacht an einer Boje festmachten.

Natürlich durfte ein Landgang nicht fehlen und wir gelangten mit dem Beiboot ans Ufer, um das Örtchen zu erkunden. Ausser einem Restaurant und einem halbleeren Campingplatz war nicht viel zu sehen, dafür ein paar hübsche Häuser.

Der Wanderweg mitten durch Farne zum höher gelegenen halbverfallenen Kastell war auch sehr reizend.

Wieder zurück bereitete ich an Bord Spaghetti an einer Knoblauch-, Zwiebel-, Ingwer- und Thonsauce zu. Natürlich gab es dazu auch einen Salat.

Und hier noch der MarineTraffic-Track:

Genug am Blog in die Tasten gehauen…..
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6. September 2020

Îles Chausey – Carteret

Um 08:00 Uhr wollten wir unseren Ankerplatz verlassen. Unsere Nachbarn standen schön artig bereit, um ihre Festmacherleinen zu lösen. Schon lange wollte ich mal die Insel auf der Nordroute befahren, was nur bei einem entsprechenden Gezeitenstand möglich ist, denn die Route fällt bei Niedrigwasser (Ebbe) völlig trocken.

Doch der Wind wollte anfangs nicht so recht und wir waren gezwungen primär den Dieselwind zu nutzen, dafür schickte uns Petrus etwas Regen.

Auch ein Motorrad-Regenanzug ist auf dem Schiff durchaus geeignet 😉

Anderenfalls hätten wir gezeitenbedingt erst um 20:30 in den Hafen von Carteret einfahren können. Wäre doch schade, wenn wir von dem Ort nichts gesehen hätten. Es ist immer wieder beeindruckend, 6 Std. nach dem Einlaufen, das trockengefallene Fahrwasser zu sehen.

Die Hafeneinfahrt, da ist kein Durchkommen…..
Da war doch überall noch Wasser…..
Das fast trockene Fahrwasser

Am Abend begaben wir uns dann in ein feines Restaurant, das ich mit meiner damaligen Crew vor Jahren besuchte. Es war immer noch gut 😊