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9. – 10. Juni 2019

Eastbourne – Ramsgate – Shotley Marina (Ipswich)

(Nachgetragen am 24. 10. 2019, da diese Seiten „verloren gingen“)

Heute war ein spannender Tag angesagt; durch die vielbefahrene Meerenge von Dover. Bereits um 07:45 legten wir am Steg ab und fuhren in die Schleuse von Eastbourne ein.

Nach deren Ausfahrt setzten wir sehr bald das Grosssegel und den Gennaker. Doch mit Segeln wurde leider nichts, der Wind wurde immer schwächer und schlief schlussendlich ganz ein. Also liessen wir den Dieselwind blasen. Die Fahrt entlang der Kreidefelsenküste war dennoch kurzweilig und es blieb den ganzen Tag trocken.

Dann um 16:00 passierten wir den Fährhafen von Dover.

Allerdings wäre diese Passage unter Segeln noch spannender gewesen. Des Segler Los…Nach der obligaten Anmeldung über Funk konnten wir dann gegen Abend in den Hafen von Ramsgate einfahren und neben einer anderen Southerly 110 anlegen. Leider war niemand an Bord um zu klönschnacken.

Tags darauf, am 10. Juni meinten es die Windgötter gut mit uns, was aber nur für die Stärke und nicht für die Richtung galt. So erlebten wir einen harten, aber kurzweiligen Segeltag, nachdem wir um 09:00 den Hafen von Ramsgate verliessen.

Auch auf dieser Strecke mussten wir immer wieder Windmühlenparks umfahren, die zum Teil nicht in den neu gekauften Seekarten eingetragen waren, was auch für die elektronischen Seekarten galt. Aber es war eine spannende Fahrt, hatten wir doch die Bucht eingangs der Themse zu queren. Wind und Gezeitenströme waren jedoch gegen uns und dann noch immer wieder Riesenwindparks die wir bei bis zu 30 Knoten Amwindkurs zu umfahren hatten. Das Clinometer stand öfters bei 40° an…. Wenigstens unterbrach Petrus zuweilen die Regengüsse.

Von dort nach Shotley Marina benötigten wir rund 15 Stunden für insgesamt 77 Seemeilen. Genau um Mitternacht passierten wir die Schleuse in den Hafen von Shotley, die in der Dunkelheit nicht so einfach zu finden war. Adrian bereitete darauf noch eine feine Rösti zu. Auf jeden Fall waren wir stolz auf uns, klopften uns auf die Schultern und gönnten uns noch einen feinen Whisky vor unserem wohlverdienten Schlaf. Morgen dann soll es nach Wells gehen. Mal schauen, wie es die Wind- und Meeresgötter mit uns meinen.

2 Gedanken zu „9. – 10. Juni 2019

  1. Grauenhaft dieser Erneuerbare Schwachsinn! Dieser Zappelstrom bringt im Grunde genommen gar nichts, außer gigantischen Naturschäden! Zappelstrom kann keine Kraftwerke ersetzen und verschlingt unglaubliche Mengen an Ressourcen.

    1. Tja, ich weiss nicht. Sind Kohlenkraftwerke besser?

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