Veröffentlicht am Schreib einen Kommentar

21. – 27. Juni 2019

Edinburgh – Anstruther – Arbroath

Endlich ging es weiter, und glücklicherweise nach einiger Zeit wieder sehr erfreulich voran: Also, am Samstag den 22. Juni hatte ich den ganzen Tag einige Dinge an Bord zu erledigen wie: Aufräumen, Putzen, Einkaufen, etc., denn schliesslich erwartete ich am darauf folgenden Sonntag „hohen Besuch“: Nämlich meinen Schatz Elisabeth. Nach einer intensiven Begrüssung am Flughafen von Edinburgh begleitete ich Elisabeth auf die Mea Requies, woraufhin wir uns zunächst einmal gemütlich einrichteten und dann den hübschen Ort South Queensferry zu Fuss erkundeten, um abends in einem feinen Restaurant unser Wiedersehen zu zelebrierten.

Am Montag war ein Stadtbesuch in Edinburgh angesagt. Bei strömenden Regen erreichten wir völlig durchnässt die Busstation und unternahmen zuerst mal eine Stadtrundfahrt um dem intensiven Regen zu entfliehen. Darauf besuchten wir, immer noch durchnässt, das Edinburgh Castle.

Doch mit der Rückfahrt in den Yachthafen dauerte es sehr viel länger als erwartet. Zunächst warteten wir sehr lange auf den Bus, der wegen überfluteten Strassen nicht fahren konnte, dann kam nach langer Zeit endlich ein Bus, doch wegen einem erneuten Fahrerwechsel mussten wir den Bus nochmals wechseln und dann freuten wir uns, endlich losfahren zu können. Jedoch währte die Freude nicht lange. Eine junge Dame mit Kopfhörer lief geradewegs in den Bus. Der unmittelbare Aufprall liess das Schlimmste befürchten. Glücklicherweise kam sie mit einigen Prellungen davon, und wir mussten abermals den Bus wechseln. Der Busfahrer erlitt bedauerlicherweise ein Trauma und tat uns sehr leid. Nach diesem Schock waren wir froh, nach knappen drei Stunden endlich unversehrt und trocken auf der Mea Requies anzukommen.
Offenbar hatten die Mechaniker die notwendigen Ersatzteile für die Maschine noch nicht erhalten, also war ein weiterer Hafentag angesagt.

Doch dann am Dienstag den 25. Juni kam die erfreuliche Nachricht, dass die Ersatzteile von London eingetroffen sind, und am Nachmittag eingebaut werden können. Um 16:45 Uhr ein ganz neues Geräusch: Das Schnurren des Diesels erklang und Freude herrschte. Darauf fanden die Mechaniker auch den Grund für das eintretende Wasser im Maschinenraum und in der Bilge. Das Entlüftungsventil des Kühlwasserkreislaufes war defekt. Also, kleine Ursache, aber leider ein ziemlich grosser Schaden, der ein Loch in die Bordkasse riss. So what….

Endlich am 26. Juni konnten wir dann den Hafen von Port Edgar verlassen.

Bald darauf konnten wir Segel setzen und den malerischen Fischerhafen von Anstruther anlaufen, der nur bei gewissen Gezeitenhöhen erreicht werden kann. Nach einer mittelmässigen Seafood Platter in einem sympathischen Restaurant fielen wir alsbald müde in unsere Koje.

Heute, am 27. Juni erlebten wir einen absolut geilen Segeltag bei Sonnenschein und idealen Winden aus der richtigen Richtung mit Windstärke um Beaufort 3.

Nach etwa 35 Seemeilen erreichten wir den Fischerhafen von Arbroath, welcher wegen den Gezeiten ebenfalls nur zu gewissen Zeiten erreicht werden kann. Also nicht nur Wind und Wetter sind hier zu berücksichtigen, sondern auch die Gezeiten, was dieses Revier sehr anspruchsvoll, aber auch durchaus interessant macht. Wir lieben diese Herausforderungen, vielleicht nicht gerade etwas für „Mittelmeersegler“ ;-))

Dann, kurz vor der Hafeneinfahrt, eine ganz tolle Überraschung. Elisabeth und ich wurden von einem Delphinpaar begrüsst und fast bis zum Hafen begleitet.

Nach diesem tollen Tag durfte ich einmal mehr die feinen Kochkünste meines Schatzes geniessen

Mampfffff….

Kommentar verfassen