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3.-6. Juli 3019

Fraserburgh – Findochty – Findhorn – Inverness

Heute Vormittag habe ich Laurent und René verabschiedet.

Es war die Woche der Amwindkurse mit ziemlich unbequemer Schräglage von über 30 Grad, aber das Wichtigste; wir verbrachten eine gute und interessante Zeit. Einmal mehr musste ich feststellen, dass im Reeds Almanac nicht alle Häfen zu finden sind, insbesondere die kleineren Fischerhäfen.

Aber der Reihe nach: Das Essen von René war übrigens sehr gut. Nach Peterhead liefen wir darauf den Fischerhafen Fraserburgh und am folgenden Tag war der hübsche Hafen Findochty unser Ziel. Unterwegs dorthin konnten wir in der Ferne unsere Patrouille Swiss beobachten, die diverse Flüge, Formationen und Luftkapriolen übten. Das einzige Restaurant in diesem Dorf überraschte uns mit einem guten Nachtessen. Nach der Aufkreuzerei hatten wir das auch verdient.

Um 09:25 legten wir in Findochty ab, nachdem wir wieder genügend Wasser unter dem Schiff hatten. Den Wind hatten wir leider auf die Nase, also war einmal mehr gegenan aufkreuzen angesagt.

Mein Gefühl gab mir Recht, wir kamen nicht in diesen Hafen und dessen Pub. Die Seekarten stimmten einmal mehr nicht und die Seezeichen fehlten teilweise. Wir wurden am Strand von einem Riesenrudel von Robben begrüsst und hofften einen Weg zu finden. Wie ich jedoch befürchtete reichte es uns nicht in den Hafen und wir sassen nach einer sanften Grundberührung auf dem Sand fest. Ok, kein Problem, das Schiff ist ja dafür gemacht. Na, dann abwarten, Anker raus und ihn später gegen den Priel versetzen. Aber wer muss wieder ins kalte Wasser? Natürlich der Skipper…..

Ein wirklich erfrischendes Fussbad……
Ja, ja, zusehen, wenn andere schuften, gäll René

Also war nix von Dorf- und Pubbesuch worauf uns Laurent mit einem Spaghettimahl verwöhnte. Um tags darauf genügend Wasser unter dem Schiff zu haben, mussten wir um 04:00 Uhr unseren „Ankerplatz“ beim schönsten Sonnenaufgang verlassen.

Schön, aber noch sehr kalt…..

Das Ziel am Freitag den 5. Juli lautete Inverness, wo der nächste Crewwechsel anstand. Bis dorthin hatten wir den Wind wieder von vorne, aber weniger als Beaufort 3, also aktivierten wir den „Dieselwind“. Wir hatten genug von der Gegenanbolzerei und wollten am Tag auch etwas vom Städtchen Inverness sehen. Die vorbeiziehende schottische Küste zeigte sich von ihrer schönsten Seite.

Unter diese Brücke mussten wir gehn…

Doch zuerst überraschte uns Laurent mit etwas ganz feinem:

Nach dessen Genuss begaben wir uns darauf zu einem Stadtrundgang und fanden bald darauf mit knurrenden Mägen ein ganz feines Restaurant.

Am Abend plagte uns schon wieder der Hunger und Durst, so blieb uns bei der geschlossenen Bordküche nichts anders übrig, als ein Pub aufzusuchen. Das Essen dort war gar nicht so schlecht, und wir wurden von einer schottischen Einmannband mit schönen Songs unterhalten.

Nun kommt meine neue Crew, Helmi und René, mit dem ganzen Einkauf zurück, wir werden also im Caledoniankanal weder verdursten, noch verhungern ;-))

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