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7. Juli 2019

War das ein Supertag. Wir starteten um 08:00, mit dem Ziel in die 1. Schleuse des Caledonian-Kanals einzulaufen. Wahrscheinlich war ich noch nicht ganz wach, und bog nach dem Hafen nach Steuerbord, statt nach Backbord ab. Errare Arnold est….. Der Gezeitenstrom spülte uns mit 9 Knoten Fahrt so richtig heraus. Aber oha, wo ist denn die Schleuse? Also eine 180°-Wende und dann gegen den Gezeitenstrom wieder Richtung Inverness und zur Schleuse, aber daraus wurde leider nichts. Wie uns der Schleusenwärter am Funk mitteilte, können wir erst um 13:00 in die Schleuse einfahren. Er wolle uns dann wieder per Funk aufrufen. Also, Anker runter und warten. Die Zeit verstrich dennoch rasch, wir bliesen das Beiboot auf und hängten es an die Davids, montierten den Aussenbordmotor an den Heckkorb, und verstauten die Velos in die Backskiste. Die Zeit nutzten meine Kameraden zudem für Knotenübungen.

Wie geht jetzt der Palstek wieder?

Wie versprochen funkte uns der Lockkeeper an und gab uns das ok für die Einfahrt. Eine deutsche Yacht durfte trotz Vordrängeln erst nach uns in die Schleuse einfahren. Mit uns in der Schleuse war auch die Schweizer Yacht „Fredrika“ mit einem Ehepaar und zwei Mädchen. Sie haben einiges vor und wollen über den Atlantik. Dies war erst die zweite Schweizer Yacht auf meinem Törn.

Vor uns ein „Schtingger“……

Der Skipper der deutschen Yacht fragte mich später, ob wir denn keine Gastlandflagge unter der Steuerbordsaling führen. Offenbar kannte er die schottische Flagge nicht, obwohl er schon drei Mal hier gewesen sein soll…

Am Schleusen

Nach 6 Schleusen erreichten wir Loch Ness

Eingang zum Loch Ness
Urquhart Castle

Vergeblich suchte ich das Nessie, aber dann tauchte es plötzlich auf:

Als es mich sah, ergriff es hastig die Flucht. Dabei hätte ich es so gerne im Talweiher in Pratteln ausgesetzt. Schade 🙁 Am Abend erreichten wir alsdann bei schönstem Wetter den malerischen Ort Fort Augustus.

Meine durstige Crew…
Schleusen in Fort Augustus
Fish and Chips im „Lock Inn“.

Nach einem Single Malt an Bord fielen wir müde in unsere Kojen und sahen freudig dem nächsten Tag entgegen, um dieses wunderbare Süsswasserrevier weiter zu erkunden.

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