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16./17. August 2019

Saudernsfoot – Lundy Island

Am 16. August wetterten wir den ganzen Tag intensiven Regen im Hafen von Saundersfoot ab. Am Mittag bereitete ich eine feine Kürbissuppe zu, Thomas genoss sie und ich ebenso, ich war selber überrascht, wie fein sie war…..

Am 17. ging es weiter und wir erlebten eine recht rasante Segelfahrt auf die schöne Insel Lundy. Die Mea Requies lief mit der Gezeitenströmung teilweise über 10 Knoten (ca. 19 km/h) und beschleunigte bergab der Atlantikwellen zusätzlich, dass unsere Seglerherzen noch höher schlugen 🙂

Riesenhaufen……

Die Insel Lundy ist maximal an drei Tagen/Woche mit dem Schiff erreichbar. Über den Winter während 5 Monaten gar nur mit Helikopter. Auf diesem Eiland leben lediglich 28 Menschen. Siehe dazu: https://www.nationaltrust.org.uk/lundy Die Schule wurde schon vor einigen Jahren geschlossen, einheimische Kinder sind also keine anzutreffen.

Die Mea Requies völlig einsam in der Ankerbucht

Wir waren das einzige Segelboot und laut Insel-Gästebuch erst das siebte in diesem Jahr.

Also wahrlich eine Perle. Mit dem Beiboot erreichten wir motorenderweise gegen Abend die Insel und genossen im einzigen Restaurant auf dieser Insel je ein halbes Poulet. Wir liessen es uns sehr schmecken.

Thomas am Geniessen
und ich auch ;-))

Die Kirche ist für diese Insel völlig überdimensioniert, aber sehr sehenswert:

Dann, auf dem Rückweg die Überraschung, ja, wo ist unser Beiboot, wo denn?

„Beibootfallensteg“

Ja, wir fanden es dann, aber nur dessen Festmacherleine! Das Beiboot geriet in unserer Abwesenheit unter den Steg und das steigende Hochwasser klemmte es samt Aussenbordmotor unter dem Steg fest. Ein Hervorholen war unmöglich, zu sehr war es verklemmt. So blieb uns nichts anderes übrig, als das Sinken des Hochwassers abzuwarten. Diverse Szenarien gingen uns durch den Kopf. Was, wenn es beschädigt wurde und Luft austrat? Dann wären wir nicht mehr auf die Mea Requies gelangt. Hätten wir überhaupt spätnachts noch eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden? Wie wären wir am nächsten Tag wieder auf die Mea Requies gelangt? Erst bei dunkler Nacht konnten wir alsdann das Beiboot hervorziehen. Es bot uns wahrlich keinen erfreulichen Anblick! Wenigsten wurden die Luftkammern nicht beschädigt und es trat somit keine Luft aus. Jedoch war der Motor unter dem Steg vollständig unter Wasser und der Heckspiegel (hintere Holzplatte) war ausgerissen. Den Motor deponierten wir hinter einem Haus (war eh nicht mehr funktionsfähig) und gelangten darauf rudernderweise auf die Mea Requies. Tja, nach dem feinen Essen war unsere Stimmung recht gedämpft, dennoch hatten wir Glück im Unglück….. Man lernt nie aus, hätten wir es hoch aufs Land getragen, hätten wir uns viel Ärger, Mühe, und schlussendlich Geld sparen können. Morgen werde ich den Aussenbordmotor aufs Schiff holen und das Beiboot reparieren. Danach freuen wir uns auf einen ausgiebigen Inselrundgang, da eh Starkwind angesagt ist, also kein Weiterkommen empfehlenswert wäre.

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