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21. August 2020

Ploumanac‘h – Paimpol

Das war ein Tag: Tagwache um 04:30 nach einer sehr unruhigen Nacht. Geschlafen haben wir beide nicht viel. Bei tiefschwarzer Nacht und lautem Windgeheule berieten wir über unseren ursprünglichen Plan und kamen zum Schluss, dass es bei diesen Verhältnissen unvernünftig und zu riskant gewesen wäre bei Nacht durch die felsenbespickte enge Ausfahrt auszulaufen. Zudem blies ein stürmischer Wind. Also legten wir uns nach längerem Beraten bis um 08:30 wieder aus Ohr. Nach dem Auslaufen erwies sich dieser Entscheid angesichts des vorherrschenden Seegangs als absolut richtig.

Nach der Ausfahrt
Der enge Fahrweg hinaus
Die Wellen branden an die Felsen

Der stürmische Wind schob respektable Wellenberge vor sich her und wir wurden ziemlich durchgeschüttelt. Adrian am Steuer meinte die Mea Requies sei ein störrischer Esel….

Aber Spass machte diese Rauschefahrt :-))

Aber es lief, und wie. Wir erreichten Dank dem Gezeitenstrom bis zu 9,5 Knoten (etwa 18 km/h). Doch das änderte sich. Auf Höhe der Ile Bréhat kenterte der Gezeitenstrom und wir segelten mit über 5 Knoten Fahrt durchs Wasser an der gleichen Stelle. Irgendwann wurde es uns zu langweilig immer neben der gleichen Tonne zu segeln und warfen die Maschine an, um einen Ankerplatz aufzusuchen.

Weg zu unserem Ankerplatz

Imposant war das Erkennen, wie viele Felsen unter den Seezeichen bei Niedrigwasser auftauchten. Also bei Hochwasser immer genügend Abstand halten, dann sieht man nur noch die Zeichen…

Dort warteten wir das Ansteigen des Wassers ab, bis wir dann durch die trockenfallende Bucht zur Schleuse von Paimpol fahren konnten.

Unser Weg zur Schleuse und zum Hafen

Im Hafen angelangt begaben wir uns bald darauf zu einem verdienten feinen Nachtessen 🙂

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