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13./14. Juli 2020

Das waren zwei Tage. Gestern Geisterflughäfen und Geisterbahnhöfe. So angenehm war reisen noch nie, nirgendwo anstehen, kein Warten, kein Gedränge, keine Hetzerei, und, und, und. Da ziehe ich doch gerne eine Gesichtsmaske an, auch wenn der Zöllner – offenbar aus Langeweile – in eine meiner drei Reisetaschen reinsehen wollte, er wollte einfach etwas Unterhaltung….

Im Flugzeug, drei Sitze für mich…

Bin ich wirklich in London gelandet?

Da steht man normalerweise über eine halbe Stunde an, um ein Bahnbillett zu kaufen….

…. oder hier auch

Die Mea Requies schwimmt und vieles war in diesen Tagen zu erledigen, auch wenn ich nicht alles machen konnte, was ich vorhatte. Wie immer kam einiges Unvorhergesehene hinzu, wie das Streiken der Heizung, des Navigationssystem, u.a., das jedoch gelöst werden konnte, nicht ohne an meinen Nerven zu zerren. Aber morgen, am Mittwoch früh können wir ablegen, wenn dann mein Schatz eintrifft. Denn wir müssen früh gehen, sonst stecken wir wieder, wie im letzten Jahr im Schlick fest. Das Ziel ist dann die Insel Alderney, ich freue mich riesig auf die Ärmelkanalüberquerung, nach dieser Hochsee-Absenz. Und natürlich freue ich mich noch mehr auf Elisabeth. Zum Lohn gab es dann heute Abend noch ein typisches englisches Essen…..

Sie schwimmt

Mampf :-))

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Endlich…….

Die Mea Requies wurde am 9. Juli von der Northshore-Werft eingewassert und ich hoffe, sie schwimmt dann noch, wenn ich ankomme.

Also, am nächsten Montag, den 13.Juli 2020, fliege ich frühmorgens nach Gatwick, dann mir dem Zug nach Chichester, Mietauto entgegennehmen und ab nach Itchenor zur Mea Requies.

Viel ist zu tun, bis Elisabeth am Mittwoch früh an Bord kommt, so Lebensmittel, Mineral, Bier, Wein, etc. einkaufen, Wasser bunkern, Reserve-Wassertank und Reservewasserkanister füllen, ca. 50 kg Gepäck einräumen, etliche Dinge installieren und montieren, Polsterüberzüge und Ölzeug reinigen lassen und am Dienstag wieder abholen, alles auf Funktionsfähigkeit testen, und, und, und. Dann Mietauto am Dienstagabend zurückgeben und mit dem Taxi zurück nach Itchenor. Vielleicht liegt dann noch ein Pub-Besuch drin.

Am Mittwochmorgen werden wir sehr rasch in Itchenor ablegen und über den Ärmelkanal südwärts in die Normandie, bzw. Insel Alderney segeln. Das ist der Plan und ich hoffe, dass das Wetter und der Wind auf unserer Seite sind. We will see….

Auf jeden Fall freue ich mich jetzt riesig endlich wieder an Bord der Mea Requies gehen zu können und mit ihr und mit meinem Schatz Elisabeth schöne Orte sowie Ankerplätze zu entdecken und tolle Segelerlebnisse zu geniessen. Natürlich soll die französische Küche, Landgänge und Velotouren mit den Bordvelos nicht zu kurz kommen.

Ich freue mich riesig.

Weiteres dann auf meinem Blog. Viel Vergnügen, wir werden es gewiss haben 😉

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Projekt Segeltörn 2020

Aufruf: Ich habe gesehen, dass dieser Blog immer wieder aus China aufgerufen wird. Natürlich bin ich neugierig darauf wer das wohl sein könnte. Bitte melde dich doch 😉

Letztes Jahr, im 2019, durfte ich den schönsten Segeltörn meines Leben erleben, nämlich rund England während vier Monaten. Ausser ein paar «kleineren» technischen Problemen war es ein rundum gelungener Super-Törn. Näheres zur Segelyacht „Mea Requies“ seht ihr auf meinem nachstehenden Blog. Dass dieser Törn so toll war, habe ich auch meinen Mitsegler-innen unter euch zu verdanken, also, nochmals ein herzliches Dankeschön euch allen. Ein herzliches Dankeschön geht aber auch an die RG Basel des CCS für die Verleihung des „PRIX OFFSHORE“ am 10. Januar 2020.

2020 soll es etwas gemütlicher werden, hatten wir doch im 2019 in der ersten Hälfte rechte Etappen zu bewältigen.

Also, am 3. Juni 2020 hätte es zuerst mal nach London gehen sollen, und dann in die Normadie und Bretagne. Aber dann?

Ja, statt dem gesündesten Virus – dem Seglervirus – machte mir ein anderer Virus ein Strich durch die Rechnung.

Aber nun darf man ab dem 10. Juli 2020 wieder ohne Quarantäne nach GB einreisen. Und dann segle ich am 15. Juli mit Elisabeth sofort in die Normadie und Bretagne.

Darauf geht es zurück nach England via den wunderbaren Isles of Scilly, dann Cornwall mit diversen Pilcher-Orten und der Seglerhochburg Solent nach Itchenor bei Chichester (Siehe unten stehendes Programm). Alles wunderbare Reviere mit schönen Häfen und Buchten zum Trockenfallen. Der Swingkiel der Mea Requies (Tiefgang zw. 0.7 und 2.2 Meter) erlaubt Orte anzulaufen, die mit einer Kielyacht nicht, oder nur mit gewissen Problemen möglich sind. Natürlich soll die Kultur, Kulinarik wie auch Bewegung an Land nicht zu kurz kommen.

Die Mea Requies ist keine Charteryacht. Wohl verfügt sie über drei Kojen im Vorschiff, aber die sind nur beschränkt für zwei Männer geeignet, für ein (Liebes-) Paar schon eher. Der dritte Mann müsste also im Salon schlafen, was im 2019 durchaus gut ging (wenn der erst gemeldete damit einverstanden ist). Eigentlich könnten 8 Personen an Bord schlafen, aber ich bin im 2018/19 mit einem oder zwei Mitsegler-innen stets sehr gut gefahren.

Natürlich verfügt die Mea Requies über sämtliche Sicherheits- und Navigationsausrüstungen, wie EPIRP, AIS, Navtex, Radar, Chartplotter innen und aussen, elektronische und Papier-Seekarten, Revierführer, Sextant, Laptop, Barograph, Laser-Drucker, Heizung, Nespressomaschine (auch unterwegs funktionsfähig), mehrere USB-Steckdosen, etc., Automatikwesten und Lifebelts für 4 Personen sind ebenfalls an Bord, wie auch 2 Klapp-Fahrräder.

Also, teilt mir mit, von wann bis wann ihr gerne dabei seid 😉

FIRST COME, FIRST SERVED !!!

Übrigens, der Törn 2019 war innerhalb weniger Tage ausgebucht. Für den 24. August bis 4. September 2020 sind nur noch wenige Tage frei (Siehe unten).

Ab 10. Juli ist die Einreise nach England wieder ohne Qurantäne möglich (hoffentlich bis auf weiteres)

Arnold Flückiger, Pratteln, flar@teleport.ch

Stand 06. 07. 2020

Diese Tabelle wird nach jeder Buchung aktualisiert.

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27. September 2019

Chichester Birdham Pool Marina – Itchenor Northshore-Southerly-Werft

Der gestrige Tag bescherte uns eine etwa 2 Meilen lange Flussfahrt auf dem Chichester Channel bei Böen mit Windstärke 8 oder mehr. Wir waren froh, dass wir die Überfahrt von Ryde schon hinter uns hatten…..
Dann war Aufräumen angesagt; Dinghy und Rettungsmaterial versorgen, Velos checken, Kuchenbude, Bimini entfernen, etc. 
Danach war noch Zeit den Schrittzähler im schönen Marschland entlang des Channels etwas zu aktivieren (über 20’000 Schritte).

Heute um 11:00 war es dann soweit, die Werftcrew übernahm das Schiff und fuhr es zum Kranplatz, wo es mit eingefahrenem Kiel aus dem Wasser gehoben, gereinigt und dann auf den Standplatz verfrachtet wurde. Eine erste Inspektion zeigte, dass dem Unterschiff nichts passiert ist (trotz mehrmaligem Trockenfallen).


„Schiffsentführung der Werftarbeiter“

Noch einige Absprachen mit der Werft, Inspektion der Eingeweide und bereit machen für den Winter, dann waren wir soweit. 
Morgen geht es dann nach vier Monaten, resp. drei Wochen (Rolf) wieder nach Hause. 

Damit endet auch dieser Blog! Herzlichen Dank an alle Mitsegler und alle die meiner Reise gefolgt sind und Beiträge kommentiert, oder gar geschrieben haben (Danke Rolf).

Ein paar Zahlen zu „Rund England“:

– 21 mal Trocken gefallen
– kein „Mannüberbord“ und kein Unfall
– 2’365.3 Seemeilen zurückgelegt
– Segelanteil knapp unter 50% (Rest Motor).
– Velos wurden einmal gebraucht
– Keinen Fisch gefangen
– 11 mal den Gennaker gesetzt
– Wurde einmal in den Hafen geschleppt (Maschinenschaden)

 

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25. September 2019

Ryde – Birdham Pool Marina bei Chichester

Nach dreimaligem Trockenfallen innerhalb von 2 Nächten war heute genug und wir verliessen den Tidenhafen Ryde um 08.00.
Diese Startzeit sollte uns erlauben, bei aufsteigendem Wasser Ryde zu verlassen aber auch nach der Überfahrt des Solents den Chichester Channel zu einer Zeit zu erreichen, die es erlaubte, die Schleuse von Birdham Pool Marina zu passieren.
Schon die ganze Nacht pfiff der Wind und auf dieser Überfahrt liess er nicht nach. Bei Winden zwischen 20 und 30 Knoten achterlich kamen wir mit der Genua gut voran und erreichten mit beachtlichen Wellen die Einfahrt des Chichester Channels. Hier kreuzte sich das erste Mal die Route mit meinem Kurs vor vier Monaten!!
Unglaublich, es ist geschafft!! Rund um England – 2300 Seemeilen und all die Erlebnisse während dieser Zeit! Schwer zu beschreiben. Ich fühle Dankbarkeit, dass alles gut gegangen ist, ich mit tollen Leuten die Etappen bestreiten konnte und wir alle Hindernisse gemeinsam meistern konnten. Mein Mitsegler Rolf gratulierte mir herzlich zu dieser Leistung und es war wirklich ein Hochgefühl, das erreicht zu haben. „Mission accomlished“ könnte man auch banal sagen. Und noch was; die Southerly hat sich (ausser dem Maschinenschaden) in allen Beziehungen als Super-Yacht erwiesen!
Dann ging es profan unter Genua den Chichester Channel hoch bis Höhe Itchenor, dem Standort meiner Werft, hier war das Einrollen der Genua angesagt, also Motor an, Genua rein – aber etwas stimmt nicht mit dem Motor – genau, da kommt kein Kühlwasser raus! Motor ab, Rolf übernimmt das Steuer, ich reinige den Filter und schon ist alles palleti! Da fühle ich doch eine gute Routine bei solchen Vorfällen.
Noch eine Meile bis zur Schleuse zu unserer Marina und danach legen wir kurz vor Mittag in einer Box in der Birdham Pool Marina bei Chichester an.

Rolf unternahm einen Ausflug nach Chichester, ein durchaus sehenswertes Städtchen, und ich kümmerte mich um die ersten Aufräumarbeiten auf dem Schiff. 
Abends dann der Gala-Empfang im Yacht Club Chichester, hier wurde ich herzlich empfangen, leider nicht auf meine ausserordentliche Leistung angesprochen aber dennoch mit recht gutem Essen versorgt! (Verfasst von meinem Mitsegler Rolf)

Seit Jahrzehnten suche ich Leute für eine West-Pol-Expedition. Nun habe ich ihn doch noch ganz unerwartet gefunden…..

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24. September 2019

Ryde

Bis kurz vor Mittag hat der Regen in Intervallen niedergeprasselt, so dass wir gut daran taten, uns auf der Mea Requies im Trockenen aufzuhalten. Über Nacht sind wir im Hafen trockengefallen, was zu einer absolut entspannten Schlafatmosphäre beigetragen hat.
Mittags haben wir das recht hübsche Städtchen Ryde – und auch das grösste auf der Insel Wight – erkundet und bei immer besserem Wetter Kaffee und Sandwiches genossen.
Danach ging es zur Haltestelle St. John Road der Island Line. Wir wollten bis nach Shanklin an der Ostseite der Insel fahren und dann etwas zu Fuss gehen (ca. 18’000 Schritte).
Und dann kam der Zug, besser die U-Bahn… Es war eine Komposition der London Tube! Wir fuhren etwa 20 Minuten und das Ding schaukelte und schlug, ärger als unser Schiff bei Windstärke 7.
Von Shanklin, ebenfalls ein putziges Städtchen, wanderten wir neben Steilklippen dem Strand entlang. Warmes Wetter und leerer Strand.
In Sandown, einem Badeort mit Pier nahmen wir noch ein Bierchen, dann ging es mit der Schaukel-Tube zurück nach Ryde, aber diesmal fuhren wir bis zur Endstation am Kopf des langen Piers, wo man direkt in die Schnellfähre umsteigen kann. Sehr speziell.…
Dann noch einkaufen und ein Häppchen beim Hongkong Express, das wars dann.

Rolf T.

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23. September 2019

Portsmouth – Ryde (Isle of Wight)

Heute haben wir die versalzenen Segel auf der kurzen Überfahrt von Portsmouth in den Tidenhafen Ryde intensiv waschen lassen, so hat es unterwegs geregnet. 
Vor dem Auslaufen um 14.00 hat Rolf noch das Explosive! Museum besucht, eine Zusammenstellung von Waffen, die in der Marine verwendet wurden und noch werden.  Die Ausstellung ist im ehemaligen Pulverlager der Royal Navy untergebracht, ein eindrücklicher Gewölbebau. Besonders erwähnenswert waren natürlich die drei ausgestellten Modelle von Oerlikon-Bührle-Kanonen, die die Briten während des zweiten Weltkrieges in Lizenz produziert und auf vielen Schiffen installiert hatten.

Das späte Auslaufen war durch die Gezeitensituation des Zielhafens gegeben, erst ab etwa 15.30 war genug Wasser für die Einfahrt mit unserem Tiefgang vorhanden. Nach ein paar „sanften“ Grundberührungen mit hochgezogenem Kiel erreichten wir den Hafen von Ryde. Wir haben an einem Pontoon angelegt und werden, wenn die Tide wieder abfällt, im Hafen trockenfallen. 
Wir bleiben zwei Nächte hier und werden uns etwas der Insel Wight widmen. 

Verfasst von Rolf T.