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11. Juni 2019

Shotley Marina – Southwold

Heute durften wir einen schönen Segeltag geniessen, teilweise auch unter Gennaker.

Nach einer spannenden Flussfahrt auf dem River Blyth legten wir um 19:10 am Bootssteg von Southwold an. An solchen Anlegeplätzen ist immer wieder darauf zu achten, dass die Festmacherleinen weit vom Schiff festgemacht werden. Anderenfalls hängt das Schiff bei Niedrigwasser an den Leinen, wenn dann alles hält…

Nur wenige Schritte vom Schiff entfernt genossen wir darauf im gemütlichen „Harbour Inn“ ein ganz gutes Nachtessen.

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9. – 10. Juni 2019

Eastbourne – Ramsgate – Shotley Marina (Ipswich)

(Nachgetragen am 24. 10. 2019, da diese Seiten „verloren gingen“)

Heute war ein spannender Tag angesagt; durch die vielbefahrene Meerenge von Dover. Bereits um 07:45 legten wir am Steg ab und fuhren in die Schleuse von Eastbourne ein.

Nach deren Ausfahrt setzten wir sehr bald das Grosssegel und den Gennaker. Doch mit Segeln wurde leider nichts, der Wind wurde immer schwächer und schlief schlussendlich ganz ein. Also liessen wir den Dieselwind blasen. Die Fahrt entlang der Kreidefelsenküste war dennoch kurzweilig und es blieb den ganzen Tag trocken.

Dann um 16:00 passierten wir den Fährhafen von Dover.

Allerdings wäre diese Passage unter Segeln noch spannender gewesen. Des Segler Los…Nach der obligaten Anmeldung über Funk konnten wir dann gegen Abend in den Hafen von Ramsgate einfahren und neben einer anderen Southerly 110 anlegen. Leider war niemand an Bord um zu klönschnacken.

Tags darauf, am 10. Juni meinten es die Windgötter gut mit uns, was aber nur für die Stärke und nicht für die Richtung galt. So erlebten wir einen harten, aber kurzweiligen Segeltag, nachdem wir um 09:00 den Hafen von Ramsgate verliessen.

Auch auf dieser Strecke mussten wir immer wieder Windmühlenparks umfahren, die zum Teil nicht in den neu gekauften Seekarten eingetragen waren, was auch für die elektronischen Seekarten galt. Aber es war eine spannende Fahrt, hatten wir doch die Bucht eingangs der Themse zu queren. Wind und Gezeitenströme waren jedoch gegen uns und dann noch immer wieder Riesenwindparks die wir bei bis zu 30 Knoten Amwindkurs zu umfahren hatten. Das Clinometer stand öfters bei 40° an…. Wenigstens unterbrach Petrus zuweilen die Regengüsse.

Von dort nach Shotley Marina benötigten wir rund 15 Stunden für insgesamt 77 Seemeilen. Genau um Mitternacht passierten wir die Schleuse in den Hafen von Shotley, die in der Dunkelheit nicht so einfach zu finden war. Adrian bereitete darauf noch eine feine Rösti zu. Auf jeden Fall waren wir stolz auf uns, klopften uns auf die Schultern und gönnten uns noch einen feinen Whisky vor unserem wohlverdienten Schlaf. Morgen dann soll es nach Wells gehen. Mal schauen, wie es die Wind- und Meeresgötter mit uns meinen.

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5. – 8. Juni 2019, die ersten Tage auf Törn

Itchenor (Chichester) – Brighton – Eastbourne

Nach dem Einwassern am Montag den 3. Juni folgten noch zwei ereignisreiche Tage, aber nun von Anfang an.

kurz darauf schwimmte sie :-))

Die Reise nach Chichester und das Treffen mit Adrian erfolgte problemlos. Doch dann kam einiges auf uns zu. Nach dem Einräumen von 4 Taschen (ca. 85 kg), diversen Basteleien und Einbauten, u.a. eines Reservewassertanks (der bis jetzt noch nicht funktioniert) begaben wir uns in den nahegelegenen Pub zu einem feinen Nachtessen. Am Dienstag war sehr früh Tagwache um alles Anstehende vor dem Ablegen am Mittwoch früh zu bewältigen. Die Werft montierte den Radar an den Mast und nahm die beiden Chartplotter in Betrieb, Superteile mit unzähligen Möglichkeiten 🙂 Darauf inspizierten zwei Riggspezialisten den Mast und das stehende Gut. SCHOCK: Der Babystag-Flansch am Mast hatte einen Riss und das Schiff müsse wieder aus dem Wasser, der Mast abgebaut und das fehlerhafte Teil ersetzt werden. Dazu benötigen sie etwa zwei Wochen…

Wer sieht den Riss?

Doch dann gingen sie auf unsere innigen Bitten und Fragen ein, ob sie nicht so ein Teil besorgen und mit dem Bootsmannstuhl ersetzen können, was sie gleichentags erledigen konnten. Ein grosser Stein fiel von unseren Herzen. Aber weitere Überraschungen folgten. Die Kaffeemaschine funktionierte nicht über den Wechselrichter, obwohl ein Test mit grösseren Verbrauchern (Wasserkocher und Heizlüfter) erfolgreich verlief. Ich hoffe dieses Problem noch lösen zu können. Gleichentags musste die Süsswasserpumpe ausgewechselt werden, weil sie plötzlich undicht war. Das Navtex funktionierte auch nicht, aber ich habe glücklicherweise ein zweites an Bord. Dann nach wiederholtem „Stürmen“ brachte die Werft gegen Abend endlich die Sprayhood, Cockpitzelt und die Genua. Montieren mussten wir alles selber. Noch bis in die Nacht hatten wir einiges zu tun, bis ich erschreckt feststellen musste, dass sich der Kiel nicht bedienen lässt. Gegen 1:00 fanden wir dann einen bis anhin unbekannten versteckten Schalter…..

Dann am Mittwoch weitere Überraschungen. Die Werft machte das Schiff an einer Stelle fest, die fast trockenfiel und wir kamen um 6:15 erst nach einigen Manövern und Zerren an den Festmacherleinen frei. Tja, wir hätten das Schiff am Abend zuvor an eine andere Stelle am Steg verholen sollen, aber daran dachten wir nach all den Aufregungen nicht mehr. Die Werftarbeiter wussten ja, dass wir frühmorgens (bei Niedrigwasser) ablegen wollten. Aber eben….. Dann konnten wir endlich losfahren, aber die Ruhe wurde jäh durch einen Motorenalarm unterbrochen: Überhitzung, also sofort Motor abstellen, ankern und die Motorenabdeckungen entfernen. Die Ursache war schnell gefunden. Der Kühlwasserfilter war mit Schlick verstopft. Glücklicherweise nahm der Kühlwasser-Impeller keinen Schaden (Ersatz ist an Bord). Auf dem offenen Meer setzten wir dann Segel und konnten endlich völlig erleichtert Kurs Richtung Brighton nehmen. Sehr bald konnte ich den Gennaker ausprobieren, den ich aber wegen auffrischendem Wind bald wieder bergen musste. Dabei rauschte mir der Halsniederholer aus den Händen, nicht ohne Brandwunden zu hinterlassen. Tja, wofür hat man Seglerhandschuhe an Bord? Das nächste Mal werde ich daran denken….. Die Einfahrt und das Anlegen in Brighton erfolgte problemlos.

Am Donnerstag den 6. Juni durften wir dann einen wunderbaren Segeltag mit einer Backstagbrise und Sonne nach Eastbourne geniessen.

Freitag/Samstag verbringen wir im Hafen von Eastbourne, um die stürmischen Winde „abzuwettern“. Am Sonntag den 9. Juni 2019 ist Beruhigung angesagt und dann werden wir frühmorgens ablegen um nach Ramsgate zu gelangen. Wir freuen uns wenn es weiter geht.

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2018

Nach einem wunderbaren Sommer konnte ich mit Elisabeth und Freunden den Solent in Südengland erkunden. Wir besuchten schöne Orte wie; Cowes, Beaulieu River, Yarmouth, Lymington, Poole, Portsmouth, Southampton, Bembridge, Itchenor und Hamble River. Ein Highlight war auch das Trockenfallen am Strand von West Wittering.

Google Maps
Wer hat den Stöpsel gezogen?
Unterwegs vor Portsmouth
Spinnaker in Portsmouth

Ende September kam die Mea Requies alsdann zum Überwintern in die Werft in Itchenor bei Chichester.

Auswassern